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GGD - Gartengemeinschaft Dachau e.V.

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Tipp 014: Pflanzzeit für Bäume

Bäume und Laubgehölze pflanzen Sie am besten im Herbst nach dem Laubfall. Aber Vorsicht: nehmen Sie sich Zeit

a) zum Kauf und zur Auswahl und
b) zur gründlichen Vorbereitung des Pflanzlochs.

Damit steht und fällt nämlich der Erfolg. Was hierbei alles zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Warum im Herbst pflanzen?

Im Herbst pflanzen hat gegenüber der Frühjahrspflanzung einen entscheidenden Vorteil: Während des Winterhalbjahrs kann der Strauch oder Baum genügend Wurzeln bilden, um die trockene Frühjahrszeit besser zu überstehen. Ausnahme: Immergrüne Gehölze sollten Sie zur Vermeidung von Trockenschäden im Winter bereits früher im Spätsommer pflanzen.

Die Frage des Standorts

Wenn Sie einen Baum pflanzen wollen, planen Sie genügend Raum ein. Mindestens drei Meter sollte der Abstand zum Haus betragen. Und auch der Nachbar wird es Ihnen danken, wenn Sie einige Meter von der Grundstücksgrenze entfernt pflanzen. Achten Sie auch auf Versorgungsleitungen im Boden, bevor Sie zum Spaten greifen.

Checkliste für die Pflanzung:

  • Handelt es sich um einen vollsonnigen, halbschattigen oder schattigen Standort?
  • Wie groß ist der zur Verfügung stehende Luftraum, in den der Baum hineinwachsen soll?
  • Wird der Schatten des ausgewachsenen Baumes andere Pflanzen im Garten oder Sitzplätze beeinträchtigen?
  • Wie soll die Fläche unter dem Baum genutzt werden?
  • Welche Grenzabstände sind zu beachten?
  • Soll mit Blüten, Blättern oder der Herbstfärbung ein Akzent im Garten gesetzt werden?
  • Bei einem Obstbaum: Wie kann das Obst verwertet werden?
  • Steht der Baum oder Strauch in einer Sichtachse, z. B. vor dem Küchenfenster und versperrt später die Aussicht?

Einen Baum kaufen

Es gibt Bäume und Sträucher für alle Gartengrößen. Großbäume (20-30 m hoch) sind: Spitzahorn, Sandbirke, Kastanie, Platane, Stieleiche und Winterlinde. Mittelgroße Bäume (5-20 m hoch) sind Kugelahorn, Schwarz- und Trauerbirke, Holzbirne, Baumhasel, Ulme oder Erle; kleine Bäume (bis 10 m) sind die Schnee-Kirsche, der Wildapfel oder die Blumenesche. Obstbäume können bis zu 15 m hoch werden. Am kleinsten bleiben Quitte und Sauerkirsche.

Hochstämme haben einen mindestens 180 cm hohen, langen und geraden, fehlerfreien Stamm. Die Stammlänge bei einem Halbstamm beträgt 100 bis 120 cm. Heister sind baumartig wachsende , am Stamm verzweigte Gehölze ohne Krone.

Checkliste Baumkauf:

  • Die Triebe sind kräftig, der Wuchs buschig.
  • Der Habitus ist gleichmäßig, kein Schiefwuchs und ohne kahlen Stellen.
  • Stamm, Äste und Triebe sind ohne Verletzungen.
  • Ballenpflanzen haben einen intakten, gut geformten Erdballen mit einem gut verknoteten Ballentuch.
  • Containerpflanzen haben eine gut durchwurzelten, festen bis unter den Rand des Behälters mit Erde gefüllten Container.
  • Ballenlose Pflanzen haben kräftiges, für die Größe der Pflanze ausreichend langes Wurzelwerk mit Faserwurzeln ohne Verletzungen oder Einrisstellen. Sie sind deutlich günstiger, dafür dauert es etwas länger, bis sie angewachsen sind.

Die Pflanzgrube

Faustregel: Die Pflanzgrube des Baums sollte etwa doppelt so groß wie der Umfang seines Wurzelwerkes sein. Für einen Jungbaum genügt eine Grube von 100 cm x 100 cm Breite und 50 cm Tiefe.

Tipp: dunklen, humusreichen Oberboden und tiefer gelegenen, helleren Unterboden getrennt lagern.

Beim Einfüllen den humusreichen Boden wieder obenauf geben. In tieferen Bodenschichten kann er den Wurzeln schaden. Auch frischer Mist oder angerotteter Kompost hat am Boden der Pflanzgrube nichts zu suchen. Verbessern Sie lediglich den Oberboden mit Komposterde oder Rindenhumus.

Pflanzung Schritt für Schritt:

  • Pflanze ohne Ballen einen Tag vorher in Wassers stellen.
  • Bäume dürfen nicht in der Pflanzgrube versenkt werden. Lassen Sie den Wurzelhals mit der Erdoberfläche abschließen. Ein Wurzelballen sollte sogar etwa 3cm überstehen. Wichtig ist, dass Sie das Ballenleinen oben aufschneiden.
  • Bei veredelten Obstgehölzen muss die Veredelungsstelle mindestens eine Handbreit über dem Boden bleiben. Ansonsten bildet die aufveredelte Form selber Wurzeln.
  • Beim Füllen der Pflanzgrube alle Hohlräume zwischen den Wurzeln mit Erde auffüllen. Vorsichtiges Rütteln, Antreten und Einschlämmen.
  • Lassen Sie einen Gießrand am Rand der Pflanzgrube. Das erleichtert später die Arbeit und ausreichend große Wassermengen können angestaut werden.
  • Decken Sie den Bereich der Baumscheibe mit Rasenschnitt, grobem Kompost oder Rindenmulch ab. So wird eine Austrocknung vermieden und der Boden bleibt locker und humos.

Baum anbinden

Bis ein Baum mit seinem Wurzelwerk festen Halt gefunden hat, vergehen oft Jahre. Das Anbinden des Stammes ist daher eine unverzichtbare Hilfe. Schlagen Sie den Pfahl vor Einsetzen des Baumes ca. 50 cm tief in die Pflanzgrube. Sein oberes Ende sollte etwa unterhalb der Krone abschließen. Befestigen Sie den Stamm mit einem Kokosstrick, indem Sie diesen in Form einer Acht binden, am Pflock verknoten und festnageln.
Überprüfen Sie gelegentlich und lockern Sie bei Bedarf.
 

Quelle:

Dieser kostenlose Service ist ein Angebot von www.simplify.de
Anmeldung und kostenloser Garten-Download unter
http://www.simplify.de/garten-details.0.html?&L=0

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